@ Papi
Kopf hoch, man wird immer wieder hinfallen, wichtig ist nur immer wieder aufzustehen.
Dieses geht aber nur, wenn man sich vom Markt nicht seine Psyche und sein Pulver rauben läßt.
Wenn ich beispielsweise bei jedem Trade einen maximalen Verlust von z. B. 1 % meines Kontos zulasse, so kann ich nach jedem Fehltrade locker wieder aufstehen und den nächsten Trade machen. Der Verlust, selbst wenn es zu einer ganzen Serie von Verlusttrades kommen sollte, ist im Verhältnis zu meinem Konto derart moderat, dass kein Verlust mehr meiner Psyche schaden kann und ich außerdem immer noch mehr als genug Geldreserven habe, um neue Trades einzugehen.
Natürlich muss mein System grundsätzlich funktionieren. Dieses festzustellen, geht nur durch Backtesting. Dieses Bachtesting kann auch händisch per Demo erfolgen. Jegliches System, das nicht streng nach dem Motto "Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen" ausgerichtet ist, wird letztlich scheitern, sowas brauche ich gar nicht erst backzutesten, da ist die Zeit zu schade für.
Was mich persönlich angeht, so verfolge und teste ich gerade mehrere vielversprechende Ansätze. Sie sind teilweise sehr unterschiedlich, aber erfolgreich, wenn man es diszipliniert durchhält mit RM/MM und SL zu arbeiten. Das ist aber ungeheuer schwer, weil es der menschlichen Natur eigentlich widerspricht. Es ist aber der einzige Weg, sich nicht in die 90 % Looser Gruppe einzureihen.
Diese Ansätze habe ich alle nur geklaut, denn ich bin nicht der strahlende Entwickler, das liegt mir leider nicht. Damit kann ich nicht glänzen. Dafür kann ich etwas anderes gut, nämlich abgucken und nachmachen. Aus der Not heraus mache ich mir diese persönliche Eigenschaft nun zur Tugend. Alles nur geklaut, aber was soll´s?
In dem Zusammenhang komme ich noch einmal auf D. Wormstall zurück. Der Mann arbeitet so gut wie ohne Charts. Er hat immer mehrere Positionen offen und kümmert sich nur um die Verlierer. Die werden relativ rasch mit geringem Verlust verkauft und die Posi in die Trendrichtung gedreht. Woran erkennt er eine Trendrichtung ohne Chart? Ganz einfach, wenn seine Posi mehr und mehr ins Minus läuft, geht der Trend vermutlich in die andere Richtung. Er ist der Ansicht, um die Gewinner müsse er sich nicht kümmern, da diese automatisch entstehen, wenn die Verluste regelmäßig eliminiert würden. Nicht schlecht, Gewinner entwickeln sich ohne Zutun des Traders ganz von alleine. Er meint, man könne sich bei dieser Strategie der Gewinnpositionen gar nicht entziehen.
Wieso sollte man sich das Trading unnötig schwer machen und ein Kontratrendsystem handeln? Weshalb nicht einfach mit dem Trend? Für Anfänger ist das immer noch der leichteste Weg. Den geht man im Leben doch nach Möglichkeit auch, wieso geht man dann beim Trading den schwersten Weg, ist es die Herausforderung?
