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Alles zu Wilhelms Weg

Moderator: etfrh

Beitragvon Papillon43 » 02.02.2006, 00:19

Hallo FrankFX,
Ja,das weiss ich mitterweile zu händeln.Die 115.40 er Position ist schon lange raus.Ein Einstieg bei 114,20 existiert auch nicht.Ich trade die dritte Position im Moment bei 113,85 bis 114.20 Gewinnmitnahme.
Ich weiss ja selber,das meine oberen Einstiege völlig absurd waren.Bin da ganz dumm reingerutscht,obwohl meine Regel war:USD-CAD nur short traden.Das war ein Moment,wo ich mir nach einer Gewinnserie wieder zu sicher wurde und dann wurde ich leichtsinnig.Wollte nur von 1.1700 auf 1.1710 gehen.Und das ist daraus entstanden.Verrückt,oder?Normalerweise
wäre ich am letzen Jahrestief eingestiegen.Das banale ist auch noch,das ich am Einstiegstag noch ein paar Minuten vorher short war bei Einstieg 1.1750.
Bin mit 11 Pips raus,bei 1.17.00 long.Zu dumm,wie es immer kommt.Ich weiss selber am besten,welchen Mist ich da verzapft habe.Aber solche Postings bringen mich nicht weiter,regen mich aber zum nachdenken an.
Es ist eine Einbahnstrasse,wo man nicht mehr rauskommt,wenn der Kurs nicht mehr zurückkommt und einen dann irgendwann plattgemacht hat...
In einem Trade.Das ist mir nun bewusst geworden.So kann das nicht funktionieren.Das ist reiner Wahnsinn.Okay,muss weitersuchen.
Gruss
Papi
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von Anzeige » 02.02.2006, 00:19

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Beitragvon FxFan » 02.02.2006, 10:35

Papillon43 hat geschrieben:Das war ein Moment, wo ich mir nach einer Gewinnserie wieder zu sicher wurde und dann wurde ich leichtsinnig.

Das ist es ja leider gerade, daß es Sicherheit nicht geben kann. Nur Wahrscheinlichkeiten, aber eben leider nie zu 100 %.

Papillon43 hat geschrieben:Aber solche Postings bringen mich nicht weiter, regen mich aber zum Nachdenken an.

Manchmal sind Deine Posts etwas schwer verständlich. Welche Posts bringen Dich nicht weiter, obwohl sie Dich zum Denken anregen und somit im Endeffekt doch weiterbringen?

Papillon43 hat geschrieben:Es ist eine Einbahnstrasse, wo man nicht mehr rauskommt, wenn der Kurs nicht mehr zurückkommt und einen dann irgendwann plattgemacht hat...
In einem Trade. Das ist mir nun bewusst geworden. So kann das nicht funktionieren. Das ist reiner Wahnsinn. Okay, muss weitersuchen.

Genau das sollte in den letzten Posts gesagt werden. Erst wenn eine Strategie genügend lange erfolgreich getestet wurde, kann man sie als funktionierend ansehen. Der Grat zwischen Selbstüberschätzung und Selbstvertrauen ist manchmal sehr schmal...
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Beitragvon pitbull » 02.02.2006, 12:30

Man muss auch verlieren können, ein schlechter Verlierer wird nie ein guter Gewinner werden. Diese alte Regel gilt für´s Leben und in gleichem Maße für das Trading.

Im Krieg kann und muss man sogar manche Schlacht aus taktischen Gründen verlieren, um überhaupt eine Chance auf den Endsieg zu haben. Das bedeutet, freiwillig manch einen Rückzug antreten, um der Vernichtung ganzer Truppenteile zu entgehen. Die Erhaltung der Soldaten und der Waffen geht noch vor der Schwächung des Gegners.

Ganz ähnlich ist es beim Trading. Hier ist der Trader der Soldat, wird er zu stark verletzt (psychisch), kann er nicht mehr weiter traden (kämpfen). Seine Waffen sind sein Kapital. Verliert er zu viel davon, wird ein weitermachen sinnlos.

Fazit:
Ohne vernünftiges Risikomanagement (setzen von SL bei jedem Trade) geht beim Trading dauerhaft gar nichts. Dieses gilt für jeden Ansatz ganz ausnahmslos. Jeder, der meint sich da irgendwie drumherummogeln zu können, wird früher oder später dafür bitter bezahlen. Man kann in Fachbüchern, Fachzeitschriften, Internet, Foren ect. lesen, bis man schwarz wird. Die wenigen dauerhaft erfolgreichen Trader haben die unterschiedlichsten Ansätze und Methoden. Alle setzen jedoch RM und MM diszipliniert ein. Niemand arbeitet erfolgreich ohne STOPLOSS.

Muss man wirklich noch viel sagen? Entsprechende Schussfolgerungen kann und sollte jeder Anfänger daraus ziehen, erst recht alle Leute, die sich schon eine Weile mit dem Trading beschäftigt haben. :ja:
Viele Grüße
pitbull

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Beitragvon FxFan » 02.02.2006, 14:04

Amen ;) Volle Zustimmung, pitbull, genau so ist es. Man kommt nicht drumherum zu lernen es umzusetzen.

Und hier noch ein Zitat aus meinem Thread "Betriebskosten":

FxFan hat geschrieben:Aus der aktuellen TRADERS'-Ausgabe 8/05 Seite 35 (Buchbesprechung "Come Into My Trading Room"):

"Auch Verluste unterzieht der Autor einer genauen Analyse. Wie entstehen diese? Natürlich sind sie vom Händler nicht erwünscht, aber sie sollten stets in die Planung mit einfließen. Verluste sind das Geschäftsrisiko und die -kosten eines Traders. Andere Unternehmen zahlen Pacht, Angestellte usw. Diese Kosten sind für einen Trader eher gering - man muß nur lernen, sie als Betriebskosten zu akzeptieren, nicht als unangenehme Gäste."

Aus der gleichen Ausgabe Seite 78 (Interview mit Steve Nison):

Nison: "Betrachten Sie einen Stop als Kosten des Gefechts. Weil so viele der japanischen Kerzenbezeichnungen auf militärischer Terminologie beruhen, sehen wir uns Stops auch in diesem Kontext an. Jeder Ihrer Trades ist ein Gefecht - und Sie werden das tun müssen, was auch die größten Generale tun müssen: zeitweilige taktische Rückzüge antreten. Das Ziel eines Generals ist der Erhalt seiner Truppen und der Munition. Ihres ist der Erhalt Ihres Kapitals und Ihrer Gelassenheit. Manchmal müssen Sie ein paar Gefechte verlieren, um den Krieg zu gewinnen."

Vielleicht helfen diese Betrachtungsweisen, unvermeidliche - zwar möglichst geringe, aber eben doch - Verluste letztendlich zu akzeptieren und einzukalkulieren...
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Beitragvon ForexTra.de » 02.02.2006, 14:08

:top:
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Beitragvon Papillon43 » 04.02.2006, 00:19

Hallo zusammen,
Ich schätze mal,ich muss noch eine Menge lernen.Ich bin immer zu schnell
überzeugt von neuen Ideen und muss das natürlich gleich im Livebetrieb
testen.Reine Selbstüberschätzung von mir.So ein Vorgehen kann längere Zeit gutgehen.Aber wenn der Kurs einmal 1000 Pips vom Ersteinstieg abhaut,600 reichen auch,ist kein Konto mehr da.Man hat nicht immer das Glück,das der Kurs nach 300-400 Pips wieder dreht,vielleicht sieht man ihn auch nicht wieder.Also muss ich mir was besseres überlegen,um dem Druck des ständig drohenden Margincalls zu entgehen.Auf Dauer hält die Psyche nicht stand.Je länger man im Trade festhängt,je öfter der Kurs gegen einen läuft,um so mehr geht die Psyche unter den Nullpunkt und um so weniger kann man noch
den Markt beurteilen,weil man nicht mehr klar denkt.Auf deutsch gesagt,der Kurs hat einen fertig gemacht.Fix und alle.Aber meist,wenn man dann am Ende ist und Minus schliesst und schliesst,dann drehen sie und man muss mit Erstaunen feststellen,man wäre hoch ins plus gelaufen.
Gruss
Papi
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Beitragvon FxFan » 04.02.2006, 09:37

Hi Papi,

eins muß ich Dir lassen: Du postest hier ziemlich offen ;) Und reagierst auch nicht beleidigt oder so auf unsere Posts. Aber die Posts sind ja auch bewußt sachlich gehalten, denn ein angreifender oder niedermachender Ton ist eher destruktiv und überflüssig.

Eine Strategie muß unbedingt über einen genügend langen Zeitraum erfolgreich backgetestet sein. Selbst das ist aber keine Garantie für die Zukunft. Und wie backtestet man Strategien, die diskretionäre Einflüsse haben? Alles nicht so einfach...

Schönes Wochenende
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Beitragvon pitbull » 04.02.2006, 12:22

@ Papi

Kopf hoch, man wird immer wieder hinfallen, wichtig ist nur immer wieder aufzustehen.

Dieses geht aber nur, wenn man sich vom Markt nicht seine Psyche und sein Pulver rauben läßt.

Wenn ich beispielsweise bei jedem Trade einen maximalen Verlust von z. B. 1 % meines Kontos zulasse, so kann ich nach jedem Fehltrade locker wieder aufstehen und den nächsten Trade machen. Der Verlust, selbst wenn es zu einer ganzen Serie von Verlusttrades kommen sollte, ist im Verhältnis zu meinem Konto derart moderat, dass kein Verlust mehr meiner Psyche schaden kann und ich außerdem immer noch mehr als genug Geldreserven habe, um neue Trades einzugehen.

Natürlich muss mein System grundsätzlich funktionieren. Dieses festzustellen, geht nur durch Backtesting. Dieses Bachtesting kann auch händisch per Demo erfolgen. Jegliches System, das nicht streng nach dem Motto "Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen" ausgerichtet ist, wird letztlich scheitern, sowas brauche ich gar nicht erst backzutesten, da ist die Zeit zu schade für.

Was mich persönlich angeht, so verfolge und teste ich gerade mehrere vielversprechende Ansätze. Sie sind teilweise sehr unterschiedlich, aber erfolgreich, wenn man es diszipliniert durchhält mit RM/MM und SL zu arbeiten. Das ist aber ungeheuer schwer, weil es der menschlichen Natur eigentlich widerspricht. Es ist aber der einzige Weg, sich nicht in die 90 % Looser Gruppe einzureihen.

Diese Ansätze habe ich alle nur geklaut, denn ich bin nicht der strahlende Entwickler, das liegt mir leider nicht. Damit kann ich nicht glänzen. Dafür kann ich etwas anderes gut, nämlich abgucken und nachmachen. Aus der Not heraus mache ich mir diese persönliche Eigenschaft nun zur Tugend. Alles nur geklaut, aber was soll´s? :lach:

In dem Zusammenhang komme ich noch einmal auf D. Wormstall zurück. Der Mann arbeitet so gut wie ohne Charts. Er hat immer mehrere Positionen offen und kümmert sich nur um die Verlierer. Die werden relativ rasch mit geringem Verlust verkauft und die Posi in die Trendrichtung gedreht. Woran erkennt er eine Trendrichtung ohne Chart? Ganz einfach, wenn seine Posi mehr und mehr ins Minus läuft, geht der Trend vermutlich in die andere Richtung. Er ist der Ansicht, um die Gewinner müsse er sich nicht kümmern, da diese automatisch entstehen, wenn die Verluste regelmäßig eliminiert würden. Nicht schlecht, Gewinner entwickeln sich ohne Zutun des Traders ganz von alleine. Er meint, man könne sich bei dieser Strategie der Gewinnpositionen gar nicht entziehen.

Wieso sollte man sich das Trading unnötig schwer machen und ein Kontratrendsystem handeln? Weshalb nicht einfach mit dem Trend? Für Anfänger ist das immer noch der leichteste Weg. Den geht man im Leben doch nach Möglichkeit auch, wieso geht man dann beim Trading den schwersten Weg, ist es die Herausforderung? :P
Viele Grüße
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Beitragvon FxFan » 04.02.2006, 13:28

Zunächst mal ein Fazit zu meinem ursprünglichen Gedanken mit der 1-Pip-Strategie (weswegen ich den Thread ins Leben gerufen habe). Sie kann nicht funktionieren, da es keine 100%ige Sicherheit gibt und immer auch Stops gesetzt werden müssen. Diese müssen mindestens bei 10 Pips oder so liegen. Es macht keinen Sinn, bei jedem Trade -10 Pips für gerade mal 1 Pip Gewinn zu riskieren.

pitbull, abgucken ist erlaubt ;) Wenn ich Wormstall richtig verstanden habe, handelt er vorwiegend Aktien. Die sind aber weniger volatil als Forex, haben ein anderes Marktverhalten. Die Frage ist, ob man seine Vorgehensweise erfolgreich in Forex anwenden kann.
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Beitragvon etfrh » 04.02.2006, 15:03

Hallo,

da ich maßgeblich an der Entwicklung dieser Strategie beteiligt bin, verfolge ich mit Interesse die momentane Diskussion. Allerdings bin ich mit dem Verlauf der Diskussion nicht so ganz glücklich.
Da jetzt besonders die Nachkaufstrategie für gescheitert und für zu risikoreich erklärt wird, - ich stimme dieser Feststellung ausdrücklich zu – muss man aber nicht unbedingt das ganze System in die Mülltonne werfen.
Besonders der Trade von Papi im USDCAD, trägt dazu bei dies System zu diskreditieren.
Ihr habt zwar alle 100% Recht damit das kein vernünftiger Trader so ein Trade verantworten kann aber liegt das an diesem System?
Der Einstieg war ganz weit weg von den Einstiegsgrundsätzen die diesem System zugrunde liegen. ( RSI, MACD Divergenzen). Das ist ja ausführlich diskutiert und an vielen Charts deutlich gemacht worden. Jedes System wird schlecht aussehen wenn elementarste Grundsätze missachtet werden.

Dies System ist ursprünglich entwickelt worden um vernünftige Einstiegssignale zu finden. Ich bin nach wie vor hellauf begeistert von den Einstiegssignalen die ich aus diesem System beziehe. Damit erziele ich eine hohe Trefferquote - bis zu 95 %- und das im Mittel von weit über 1000 Trades. Über die Vorteile einer hohen Trefferquote für die Psyche brauche ich nicht weiter zu schreiben.

Ich habe aber leider auch erkennen müssen das es einzig und allein auf die restlichen 5% ankommt.

Nur wer seine Verluste im Griff hat wird auf Dauer erfolgreich sein.

Pitbull, muss ich deswegen –grundsätzlich- mit Stopploss arbeiten? So wie alle anderen auch. Wie in einer großen Herde.

Ich setze nach wie vor –grundsätzlich- keinen Stopp. Trotzdem lasse ich keine Horrortrades wie dem von Papi mehr zu. Ich bin jetzt soweit, dass ich mit Netz und doppelten Boden trade ohne Stopps zu setzen. Ich schließe auch Trades mit Verlust aber nicht durch einen Stopp, sondern nur wenn ich selber das will.

Das erreiche ich durchs Hedgen. Mit einer Hedgeposition habe ich zwar des Problem, mit einer Position im Minus zu sein, nicht gelöst aber ich begrenze damit den Verlust und entscheide selber über die Höhe eines möglichen Verlustes. Ich realisiere nicht den Verlust wie bei einem Stopp, sondern ich verschaffe mir durch eine Hedgeposition eine weitere Chance um aus einem Minustrade noch was zu machen. Ich muss zwar eine Hedgeposi auch mal schließen aber das ist wie das eröffnen einer neuen Position. Bei der Qualität der Einstiegssignale ist die Chance recht groß das ich aus einer Minusposition noch was machen kann. Nicht immer aber immer öfter.

Ein Beispiel

EURUSD Einstieg Long 1.2000 Als Absicherung lege ich statt eines Stopp´s einen Einstiegsstopp bei 1.1980.
Wenn die Posi eröffnet wird habe ich nicht 20 Pip minus realisiert sondern nur eingefroren

Ich mache beste Erfahrungen mit diesem Vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen willi
etfrh
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