...




Alles zu Wilhelms Weg

Moderator: etfrh

Beitragvon pitbull » 04.06.2005, 10:10

@ Papi;

finde ich alles gut, was Du schreibst. Nur die Sache mit dem Nachkaufen im Verlust gefällt mir gar nicht. Das hat so etwas von "schlecht investiertem Geld gutes hinterherwerfen". Vor dieser Taktik wird von allen Experten in der einschlägigen Literatur abgeraten, zu Recht wie ich meine.
Nachkaufen sollte man im Gewinn und nicht im Verlust.

Also lieber mit Minus aussteigen und nicht weiter darum kümmern. So lange bei der Betrachtung aller Trades ein Plus übrig bleibt ist doch alles i. O.

Da halte ich es wie in dem Zitat von Hubi. :augenauf:
Viele Grüße
pitbull

------------------------
Show must go on!
Benutzeravatar
pitbull
Startrader
 
Beiträge: 532
Registriert: 07.01.2005, 21:30

von Anzeige » 04.06.2005, 10:10

Anzeige
 

Beitragvon etfrh » 04.06.2005, 11:25

@ pitbull,papi

guten Morgen,

ich hab nee ganz schwere Nacht gehabt. Ich muss mich erst mal wieder sammeln. Sollte ich heute noch meinen Verstand wiederfinden meld ich mich nochmal.

MFG etfrh
etfrh
Trader
 
Beiträge: 142
Registriert: 21.01.2005, 22:16
Wohnort: Münsterland

Beitragvon Gast » 04.06.2005, 11:53

Hallo Leute
es ist ein aufregendes Gefühl wenn man an einem vielversprechenden Ansatz bastelt.

Man stelle sich immer wieder die Frage: Was kann im schlimmsten
Fall passieren, bin ich danach noch handelsfähig oder platt?
Mit welchen Mitteln kann ich mich vor so einer Situation schützen??

Ist traden nicht wie das erlernen eines Musikinstruments?
Wir Erwachsenen neigen einfach dazu keine Geduld zu haben!
(Viele sind "faule Hunde" aber nur sehr wenige sind unmusikalisch)

Bleibt doch bei 10 Pips Plus pro Tag also rund 200 Pips pro Monat.
Bei 5 Lots (und das ist nicht sooooo viel) sind das allein bei EUR/USD
EUR 7.000,--

Nur bis dahin muss man sich in Geduld üben, fleissige arbeiten und
nicht gierig werden.

Schönes Wochenende

Hubi
Gast
 

Beitragvon etfrh » 04.06.2005, 17:11

Hallo papillion ,

erst mal herzlichen Glückwunsch.
Seine eigenen Fehler und Schwächen zu erkennen, sich selber einzugestehen und das auch noch vor Anderen zuzugeben, das kann nicht jeder. Ich zähle das zu einer Vorraussetzung um wirklich nachhaltig und erfolgreich daran arbeiten zu können.

An alle, die mitdiskutieren möchten

Vielleicht sollten wir uns vorab auf ein paar Sachen verständigen

Um von der Überzeugung her ( die unverzichtbar ist um wirklich intensive Arbeit da rein zu stecken) auf den gleichen Level zu kommen, würde ich folgendes vorschlagen:
Jeder studiert intensiv und immer wieder die Signale im 10m Chart. Wenn dabei die überraschende Erkenntnis reift, das bei fast jedem Signal der Kurs zumindest kurzzeitig im plus war, auch wenn er insgesamt weiter in die andere Richtung gegangen ist und das daher die unglaubliche Trefferquote von über 90% herkommt Wer sich selber davon überzeugt hat der ist auf dem gleichen Level wie ich jetzt und der wird auch das gleiche Interesse haben diese Sache zum eigenen Nutzen und zum Nutzen von allen Interessierten weiterzubringen.

Ihr müsst davon ausgehen, das ich wohl öfter gegen bestehende Lehrbuchmeinungen argumentieren werde. Ich bin der festesten Überzeugung, das wirkliche Fortschritte nur erzielt werden können wenn hier und da auch mal etablierte Lehrbuchmeinungen in Frage gestellt werden.



Viele Grüße

Etfrh
etfrh
Trader
 
Beiträge: 142
Registriert: 21.01.2005, 22:16
Wohnort: Münsterland

Beitragvon Papillon43 » 04.06.2005, 17:57

Hallo zusammen,
@pitbull,
Du hast ja recht damit.Aber nachkaufen im Plus ist mir bei dieser Strategie unmöglich und ich werde garnicht erst auf die Idee kommen wollen zu versuchen,einen Stop ins Plus zu setzen und die Position laufen zu lassen.
Damit nehme ich mir die hohe Trefferwahrscheinlichkeit und setze mich weiterer Gefahr aus.Also kann ich nur im Minus nachkaufen und ich weiss,da gehört viel Mut und Selbstvertrauen zu.
Deswegen muss das ja gut trainiert werden und das A und O bei diesem Manöver ist eine schöne kleine Lotgrösse.Man muss mit der Strategie eins werden,wie mit dem Markt selbst.Alles klar definierte Regeln,die eingehalten werden.
Da darf nichts mehr für Überraschungen sorgen,womit man nicht rechnet.
Was kann mir schlimmstenfalls passieren???
Das meine nachgekaufte Position auch per Drawdown abzischt.Womöglich in mehreren Paaren.Da ist der Punkt,wo das grübeln gross wird.Und für diese spezielle Situation muss man was parat haben,um sofort zu reagieren in Form einer festen Regel.Denn wenn man dann nicht weiss,was man machen soll ist finisch Pallaver.Deswegen ist es unheimlich wichtig das genau auszuarbeiten und wirklich alle Situationen die auftreten können mit einzubeziehen.
Wie etfrh schon sagte,ist jede Posi irgendwann mal kurzzeitig im Plus.
Dieses Wissen ist eine wichtige Grundlage für mich.
Gruss
Papi
Benutzeravatar
Papillon43
Startrader
 
Beiträge: 328
Registriert: 24.02.2005, 19:25

Beitragvon etfrh » 04.06.2005, 19:39

Hallo ,

ich hab so den Eindruck das Ihr euch zu viele Gedanken um ein Katastrophenszenario macht. Das scheint mir immer noch der zweite vor dem ersten Schritt zu sein. Mir ist viel wichtiger Regeln für den Einstieg zu definieren , damit ich diese Regeln dann durch Übung ins Fleisch und Blut übergehen lasse.

Außerdem bedenkt bitte folgendes:
Ein Positionstrader der auf den langen Trend setzt, der muss sicher sein Risiko, auf der falschen Seite zu sein, anders absichern wie wir bei dieser Strategie. Wir wollen einen Einstieg finden wo unsere Indikatoren im Extrembereich sind und wir eindeutig eine Umkehr erwarten können. Von daher betrachte ich das Risiko von einem riesigen Drawdown erwischt zu werden als relativ gering.. Auch wenn wir einen Einstieg erwischen, der nur eine leichte Korrektur im bestehen Trend darstellt, dadurch das wir mit wenigen Pips zufrieden sind erreichen wir ja die hohe Trefferquote.

@pitbull

Der Erfolgsgarant dieser Strategie wird der richtige Einstieg sein. Wenn ich dahin komme das richtig im Griff zu haben, dann habe ich kein großes Problem damit in einer Minusposition nachzukaufen.

@ hubi

ich möchte meine Überlegung eher darauf richten festzulegen wieviel ich maximal in einen Trade riskieren will. Im Verlust meine ich.
Mit allen anderen gebe ich dir voll recht. Ich finde es auch faszinierend so was zu entwickeln. Könnte mich fast süchtig machen. Wenn ich mir dann vorstelle tatsächlich am Ende ein funktionierendes System zu haben.



Viele Grüße

Etfrh
etfrh
Trader
 
Beiträge: 142
Registriert: 21.01.2005, 22:16
Wohnort: Münsterland

Beitragvon Papillon43 » 04.06.2005, 21:32

Hallo etfrh,
Über das theoretische"Katastrophenszenario" kann man sich garnicht genug Gedanken machen.Das ist nicht zweitrangig sondern erstrangig.RM/MM ist das wichtigste und dann der richtige Einstieg.Wenn du den Drawdown gesehen hättest,den ich hinter mir habe würdest du auch anders darüber reden.
Du sagst Verlust pro einzelnen Trade.Wann denn ohne Stop??Die klare Definierung und zu deinem System gehörende Regel,wann es aus dem Markt rausgeht?Sich seiner Sache zu sicher sein ist der falsche Weg.Möchtest du denn Vorgängerfehler wiederholen,die ziemlich teuer waren?Ich bin überzeugt von der Strategie.Aber wir müssen es so hinbekommen,das es kein Zockerniveau bleibt.An der maximalen persönlichen Verlustschmerzgrenze muss sich eine Sicherheit befinden,die dann deine Handelsfähigkeit nicht zu sehr einschränkt.In meinem Fall ist das eine Grenze von maximal 20 %.Tschuldige,aber in Betracht ziehen muss man alles,da der sich ständig verändernde Markt alles möglich macht.Da wir ja Stops vermeiden wollen,müssen wir uns doch anders absichern und Sicherheit ist doch enorm wichtig.
Gruss
Papi
Ps: Dein Trading kann 6 Monate gut gehen.Und dann kommt ein Hammer,der dir durch Leichtsinn 6 Monate harte Arbeit auf einen Schlag vernichtet.Wenn das nochmal passiert,ob du dann psychisch immer noch so damit klar kommst?Irgendwann kann sie nicht mehr,unsere Psyche.
Benutzeravatar
Papillon43
Startrader
 
Beiträge: 328
Registriert: 24.02.2005, 19:25

Beitragvon pitbull » 04.06.2005, 22:59

@ etfrh;

nehme Deinen Vorschlag gerne an und werde das mal intensiv beobachten.

@ Papi;

da ist schon was dran. Daher mein Vorschlag; den Trades durchaus Luft zum Entwickeln geben, um die hohe Trefferquote aufrecht zu erhalten. Bei jedem Trade einen SL setzen, der sehr großzügig ist, aber immer eingehalten wird. Kein Nachkaufen im Plus, aber auch kein Nachkaufen im Minus, denn die nächste Chance kommt bestimmt, warum bei einem und dem selben Trade mit der Brechstange rangehen? :wall:
Viele Grüße
pitbull

------------------------
Show must go on!
Benutzeravatar
pitbull
Startrader
 
Beiträge: 532
Registriert: 07.01.2005, 21:30

Beitragvon Papillon43 » 04.06.2005, 23:53

Hi pitbull,
Im Prinzip muss ich dir da eigentlich auch noch mal Recht geben.Vielleicht ist es die Tatsache,das man die Verluste nicht ertragen,bzw.nicht akzeptieren kann und will als Teil des ganzen Systems?Solange man das nicht in seine Strategie voll und ganz integriert,wird man auf Dauer wohl immer scheitern.
Ich habe schon im Liveaccount folgendes eingestellt und werde ab Montag
vormittags live traden bis 12.00 und nachmittags mit Demo trainieren.
Gewinnlimit ist fest eingestellt auf 3 Pips
Stopploss ist fest eingestellt auf 100 Pips
Die Margin pro Trade ist auf minimalstem Niveau eingestellt.Also wirklich nur ein paar Cent pro Pip.(Bei Oanda ist sowas möglich)
Ich probiere es erst mal mit NACHKAUFEN im Minus und schau ob es immer besser und sicherer wird.Da habe ich mir folgendes als feste Regel genommen:
Sobald eine Posi 30 Pips im Minus steht,suche ich nach einem günstigen Einstieg mit DREIFACHER Lotmenge.Komme ich bei 30 Pips minus rein,beträgt das Limit 11 Pips und das alte Limit wird nachgezogen.10 zum glattkommen und 1 Pip damit etwas Gewinn dabei rausspringt.Werden die 100 Pips Stopplos erreicht,wird die erste Position automatisch geschlossen und die nachgekaufte von mir aus dem Markt genommen.Das ganze ist so errechnet,das bei so einem Fall 7,5% Verlust entstehen.Einen Versuch ist es wert.(Ich weiss du bekommst da graue Haare bei Pitti)
Gruss
Papi ;)
Benutzeravatar
Papillon43
Startrader
 
Beiträge: 328
Registriert: 24.02.2005, 19:25

Beitragvon etfrh » 05.06.2005, 00:43

@papi

ich geb dir bei deinen Argumenten ja recht. Was ich meine ist, das wir uns nicht über alles gleichzeitig den Kopf zerbrechen sollten. Alles zu seiner Zeit, eines nach dem anderen.

Ich denke nach wie vor, das der Einstieg das erste ist. Wie muss die Konstellation im Chart aussehen, wie sollten die Indikatoren stehen um einen möglichst erfolgversprechenden Einstieg zu gewährleisten. Sollte man diese Einstiegsszenarien in Kategorien ( z.b. sehr gut, gut, nicht gut)einteilen. Soll man beim Einstieg sofort ein Limit setzen, unabhängig davon wie die Situation im Chart aussieht. Z.B. in drei Ebenen sieht man ein eindeutiges Umkehrsignal setzt man das Limit etwas weiter oder setzt man konsequent 3 pip und fertig. Es gibt noch etliche Fragen zum Einstieg bevor wir eine fertige Einstiegsstrategie haben. Wir müssen aus den Chartdaten die zwischen einem Einstiegssignal und das nächste Umkehrsignal befindlichen Hoch- und Tiefdaten ermitteln. Aus diesen Daten können wir ermitteln wo wir das Limit, 1 pip 2, 3 oder 5 Pip setzen können. Noch wichtiger ist das wir dann Daten haben um im nächsten Schritt eine Stopstrategie optimieren zu können. Denn, aus dem anderen System habe ich durchaus erkannt, das es ohne Stops nicht geht.
Wenn man dann das alles hat, dann sollte man sich vielleicht eine theoretische Trefferquote ausrechnen. Das sollte dann in einem permanenten Soll- Istvergleich kontrolliert werden.
Du siehst, noch jede Menge Fragen zum Einstiegsszenario.

Ich meine, das erst nach Beantwortung all dieser Fragen ein optimales und perfekt auf unsere Strategie abgestimmtes RS/MM entwickelt werden kann. Eben erst im zweiten Schritt.

Im dritten Schritt folgt dann die Entwicklung einer Ausstiegsstrategie.

Fragen über Fragen stehen uns bevor, eine Unmenge an Arbeit und ein großer Zeitaufwand.

Da könnten wir sehr gut FxFan gebrauchen, der vielleicht bereit wäre entsprechende Formeln in einer Exeltabelle zu entwickeln. Wo ist er überhaupt, seit vierzehn Tage habe ich schon nichts mehr gelesen von Ihm.

@pitbull

den Trades Luft geben, genau meine Meinung. Ich wird ja krank an den Situationen wo man Stops kassiert, weil der Stop zu nah dran war.

Über das Nachkaufen im Minus müssen wir zu gegebener Zeit weiterdiskutieren. Da sind wir noch nicht auf dem selben Gleis.

Gute Nacht

Etfrh
etfrh
Trader
 
Beiträge: 142
Registriert: 21.01.2005, 22:16
Wohnort: Münsterland

VorherigeNächste

Zurück zu ETFRH´s RSI-Ansatz

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron