Re: FXSS September 2009
von Roberto » 14.09.2009, 07:33
In der vergangenen Woche wurde hier kurz das Thema GOLD angesprochen.....
Gold,
... die glänzende Ausnahme.
Während Gold bis zum 1. September mit dem allgemeinen Markt gleichauf war, stieg es am darauffolgenden Tag von unter $950 am 3. September auf nahezu $1.000 am 11. September. Dies ist eine Bewegung von geschätzten 5%!
Mit einer 1:100 Hebelwirkung, konnten Händler, die auf diese Bewegung setzten, in 2 Tagen 500% Gewinn erzielen.
Beispielsweise konnte, mit einem Einsatz von $1000 auf diese Position, ein Trader über Gold im Wert von rund
$1 Millionen verwalten.
Ein 5% Profit wären $50.000 in nur 2 Tagen!
Generell ist Gold in den letzten Jahren gestiegen aufgrund von Nachfrage als:
• Inflationshedge, wenn Optimismus über die Rehabilitation der Märkte Inflationsangst mit sich bringt.
• Sichere Wertanlage, wenn die Angst besteht, dass Devisen oder Finanzsysteme kollabieren könnten.
• Dollarhedge, weil Gold in USD gehandelt wird: Wenn der USD fällt, steigt der Goldpreis.
Am 2. September begann Gold rapide zu steigen, als enttäuschende US ADP Daten(Arbeitslosenstatistik) angekündigt wurden. Dies sind Daten nicht-landwirtschaftlicher Beschäftigung (ein entscheidender Indikator des wichtigeren US Regierungsindex und der Arbeitslosenrate).
Die meisten Analysten erwarteten daraufhin einen Verfall des Goldpreises, da steigende Arbeitslosigkeit auf weniger Wachstum und inflationären Druck hinweist. Eingetreten ist jedoch das Gegenteil.
Bisher gibt es keinen überzeugenden Grund, der das Ausmaß und den Zeitpunkt dieser Bewegung erklärt. Die angebotenen Erklärungen enthalten jedoch Hinweise auf einen plötzlichen Nachfrageanstieg nach einem Inflationshedge, eine sichere Wertanlage, oder einen Dollarhedge. Es gab jedoch weder Nachrichten noch ein Ereignis in der technischen Analyse, dass mit dem Zeitpunkt der Bewegung übereinstimmt. Der eigentliche Grund für diesen Kurssprung ist nach wie vor rätselhaft.
Einige Analysten, inklusive dem Autor, spekulieren, dass eine Kombination aus niedriger Liquidität und der Intervention einer oder mehrerer von Nah- und Fernöstlicher Staatsvermögensfonds der Hintergrund für diese Bewegung gewesen sein könnte.
Insbesondere die Staatsfonds könnten befürchtet haben, dass der Abfall am 1. September der Anfang der nächsten Bewegung in Risikoassets war und suchten daher Zuflucht in einem nicht-Devisenwert.
War dies also eine massive Misstrauensabstimmung für den JPY, USD und CHF?
Im großen und ganzen - mit vielen Risikoassets wie dem S&P und Crude Oil auf einem Zehnmonatshoch - wird erwartet, dass Trader besser einen Rückzug aus Risikoassets erwarten sollten und mit einigen Sprüngen zu Gunsten des USD, JPY, und CHF zu rechnen ist. Hinsichtlich der starken Bewegungen auf dem Goldmarkt, erscheint es allerdings auch möglich, dass Gold eine prominentere Rolle als Sicherheitszuflucht darstellen könnte: Wir konnten gerade erleben, wie sich Gold in nur 2 Tagen um mehr als 5% bewegte und, wie dementsprechend eine 1:100 Hebelwirkung eine glorreiche Rendite von 500% erzielen kann.
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